
Bei dem gezeigten Film handelt es sich um eine Reihenfolge
von Fotografien, welche aus einer Fotoaktion stammen. Mich
hat die Frage interessiert, wie Fotografie im ursprünglichen
Sinne genutzt wird. Welche Fotos entstehen, wenn ich - mir
unbekannte Personen - die Möglichkeit gebe Bildmotive
herzustellen, ohne dass sie im Vorfeld den Anspruch haben
Kunst zu sein.
Es
wurden dreißig an mich adressierte und frankierte Versandumschläge
vorbereitet, in dem sich jeweils eine Einwegkamera, ein Stift
und ein Blatt mit Instruktionen befand. Der Finder wurde darauf
hingewiesen, dass er eine Belohnung erhält, wenn er mit
der beigefügten Kamera Fotos macht, und sie innerhalb
von 2 Wochen an mich zurücksendet.
Die
Versandumschläge wurden an öffentlichen Plätzen
in verschiedenen Städten im In- und Ausland ausgelegt,
mit dem Hinweis, sie zu öffnen. Nachdem ich die Kameras
zurückerhalten hatte, wurden diese entwickelt und digitalisiert,
und zu einer Filmsequenz* zusammengeschnitten. Dabei wurden
die Namen der Finder/ Fotografen genannt.

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